Was Niacinamide alles tut
Sebumkontrolle — reduziert Talgproduktion messbar (Draelos et al., 2006).
Anti-Inflammation — dämpft Rötung bei Rosacea, postinflammatorischer Hyperpigmentierung und Akne.
Barriere-Verbesserung — fördert Ceramid-Synthese in den Korneozyten, reduziert TEWL.
Pigment-Modulation — blockiert den Melanosomen-Transfer, hilft gegen Pigmentflecken.
Pore-Wahrnehmung — verfeinert das Erscheinungsbild offener Poren (aber: schließt sie nicht physisch).
Konzentration und Anwendung
5 % ist der Sweet-Spot — ausreichend wirksam, sehr gut verträglich.
10 % für ölige Haut mit aktivem Pickel — wirksamer, aber bei manchen Reizung (paradoxe Rötung).
> 10 % macht keinen messbaren Sinn mehr.
Wann: morgens oder abends, beide Slots möglich. Plumi setzt es morgens in jeder Phase ein.
Kombinierbar mit: Vitamin C (siehe Mythos unten), Hyaluronsäure, Retinoide (vorher), BHA / AHA (separat).
Der Vitamin-C-Mythos
Lange wurde behauptet: Niacinamide + Vitamin C reagieren miteinander zu Niacin („Flush-Reaktion") und werden unwirksam. Das stimmt nicht.
Die Studien, auf denen das basierte, waren In-vitro-Untersuchungen bei 25 °C über Wochen mit nicht-stabilisiertem LAA. In der Realität — frisches Serum, kurze Kontaktzeit, Haut bei 32 °C — passiert das nicht. Du kannst Niacinamide und Vitamin C im gleichen Routine-Schritt nutzen.
Bei welchen Conditions vorsichtig
Rosacea: manche Userinnen reagieren mit Flushing. Beginne mit 4 % statt 10 %, beobachte 2 Wochen.
Histaminliberation: Niacinamide kann bei Sensiblen einen kurzen Flush auslösen. Verschwindet nach wenigen Tagen.
Schwangerschaft: komplett sicher.