Vitamin-C-Formen im Vergleich
L-Ascorbinsäure (LAA) — die bioverfügbarste Form, am besten erforscht. Aber: instabil, oxidiert schnell, braucht pH 3-4. Sichtbare Aufhellung nach 8-12 Wochen.
Sodium Ascorbyl Phosphate (SAP) — stabiler, schwangerschaftssicher, geringere Reizung. Etwa halb so wirksam wie LAA, aber besser haltbar.
Magnesium Ascorbyl Phosphate (MAP) — ähnlich SAP, etwas teurer.
Ascorbyl Glucoside, Ethyl Ascorbate — neuere Formen, hautverträglicher, niedrigere Wirkstärke.
Tetrahexyldecyl Ascorbate (THD-Ascorbate) — fettlöslich, dringt tief ein, sehr stabil, aber teurer.
Konzentration und Form
LAA: 10-20 %, idealer Sweet-Spot bei 15 %. Höher = mehr Reizung ohne mehr Effekt.
SAP/MAP: 5-10 % reichen.
Format: wasser-basierte Seren (LAA + Ferulasäure + Vitamin E = SkinCeuticals C E Ferulic-Formel). Bei trockener Haut: öl-basierte THD-Ascorbate-Seren.
Verpackung wichtig: dunkles Glas, Pumpe oder Tropfer, vor Licht und Luft geschützt. LAA-Serum, das nach 6 Wochen braun wird, ist oxidiert und unwirksam.
Wann anwenden, was kombinieren
Immer morgens, vor dem Sonnenschutz. Vitamin C + LSF zusammen reduzieren UV-Schäden mehr als LSF allein.
Kombinieren mit: Vitamin E, Ferulasäure, Niacinamide (die alte „nie zusammen"-Regel ist widerlegt — beide gehen problemlos), Hyaluronsäure.
NIEMALS abends mit Tretinoin — pH-Konflikt (LAA pH 3-4, Tretinoin pH 5-6). Vitamin C bleibt morgens.
Bei Rosacea / sensibler Haut: SAP statt LAA, niedrigere Konzentration.
In der Schwangerschaft: LAA, SAP, MAP sind alle sicher.